Sprüche der Novemberverbrecher

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Alfred Rosenberg


Sprüche der Novemberverbrecher.

„Völkischer Beobachter“, 23. Mai 1923.

Am Tage der volksverräterischen Friedensrevolution, am 19. Juli 1917, schrieb die „Münchener Post“:

„Jetzt gibt es nur noch eine Politik, und das ist nicht die Politik der Maske, sondern die des wahren Gesichts. Die erste war die Politik des Krieges, die zweite ist und kann nur sein die Politik des Friedens. Indem wir unseren Wunsch, das Völkergemetzel unter Wahrung unseres Rechts und unserer Ehre zu beenden, so laut wie möglich ausdrücken, müssen wir gleichgerichtete Strömungen unter den anderen Völkern wecken und stärken, bis sie sich mit der unseren zu einem einzigen Strom der großen Völkerfriedenssehnsucht vereinigen. Auch die anderen tragen Masken! Indem wir die eigene ablegen, wollen wir die andern zwingen, auch die ihre zu lüften. Und dann wird sich herausstellen, daß es auf diesem Erdball nur sehr wenige gibt, die zur Befriedigung ihres Ehrgeizes, ihrer Rachsucht, ihres Triebes zur Bereicherung eine Fortsetzung des Krieges wünschen, während Hunderte von Millionen keinen anderen Gedanken mehr kennen, als den an ein Ende all dieser Schrecken. Wenn die Masken fallen, endet auch der Krieg.“

Die Masken fielen, und der Krieg hat - begonnen! Damals war derselbe Mann Präsident von Frankreich, der jetzt Ministerpräsident ist. Damals war er ein Friedensengel - für unsere inneren Feinde; heute ist er der Teufel auf Erden. Dabei ist er dies immer gewesen. Unsere Novemberverbrecher aber laufen noch frei umher und nehmen den Mund voll, anstatt sich in verborgener Kammer aufzuhängen.

Der „Vorwärts“ schrieb am 12. Januar 1923 unter dem Titel „Poincarés Triumph“:

„Das Frankreich des Nationalen Blocks soll sich ruhig austoben. Viel hat es in der Achtung der nüchternen und ehrlichen Beurteiler in der übrigen Welt nicht mehr zu verlieren. Fünftausend Jahre menschlichen Fortschritts und menschlicher Kultur hätten ihren Sinn verloren, wenn sie in diesen geistigen Sumpf münden sollten.“

1917 aber war das Frankreich desselben Poincaré der Vorkämpfer für Demokratie... Dank dem marxistischen Betrug haben wir bald auch nichts mehr, was wir noch verlieren könnten. Bloß die Novemberverbrecher.

Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund stellt in bezug auf die Forderungen der französischen Truppen fest:

„In den schlimmsten Tagen der Reaktion haben die herrschenden Gewalten an die Gewerkschaften derartig entwürdigende Zumutungen nicht zu stellen gewagt“ („Vorwärts“ Nr. 18, 1923).

So, so. Nun Genossen, bedankt euch bei euren Bonzen, daß dies zur Zeit der Schönheit und Würde geschehen ist. Es sind ja die Brüder der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Da schmeckt die Peitsche süßer, nicht wahr?

Der „Vorwärts“ macht jetzt bekanntlich in nationaler Einheitsfront und gibt vor, auf Poincaré böse zu sein. Während des Krieges aber lag er auf den Knieen vor demselben demokratischen Frankreich, dessen Präsident Poincaré war. Am 13. Juli 1917 schrieb dieses jüdische Reptil:

„Das deutsche Volk braucht, um aufrecht aus diesem Krieg in den Frieden hinüberzugehen, eine Volksvertretung, die seiner würdig ist, ein Parlament, das neben den anderen Parlamenten der Welt gleichwertig und gleichberechtigt dasteht.“

Damals waren die Marxisten Thomas, Vandervelde usw. Munitionsminister, Kriegshetzer. Neben den anderen Parlamenten „gleichwertig“ zu bestehen, bedeutete für den vaterlandslosen „Vorwärts“ nicht, für den unbedingten Sieg Deutschlands zu kämpfen. Er schrieb am 11. Juli 1917:

„Nie kann es uns darauf ankommen, deutsche Gegenstücke zu den Thomas' und Vandervelde zu schaffen, die vom Frieden nichts hören wollen, solange Elsaß-Lothringen nicht französisch ist. Deutsche sozialistische Minister, deren Kriegsziel sich nicht die reine Verteidigung ohne Klausel und ohne Phrase beschränkt, wären vom ersten Tage an moralisch und politisch unmöglich.“

Dies schrieb Friedrich Stampfer. Jetzt heult dieselbe Marxistenpartei über französische Vergewaltigung. Ihr aber und ihren Genossen haben wir diese Vergewaltigung zu danken. Der volksverräterische Parlamentarismus hat uns diese Schmach gebracht. Der „Vorwärts“ aber flötete am 10. Juli 1917:

„Die Entwicklung steuert zur Bildung einer parlamentarischen Regierung der nationalen Verteidigung. Sie wird uns den Frieden bringen, den wir brauchen, um als freies Volk unter freien Völkern leben zu können.“

Nun, nach der Ruhrbesetzung durch die Franzosen, schrieb der marxistische „Volksfreund“ (13. Januar 1923) zu Braunschweig:

„Im französischen Parlament haben die Sozialisten zur Frage der Ruhrbesetzung zwei Interpellationen eingebracht, deren Besprechung sie im Anschluß an Poincarés Erklärung verlangen. Ob die chauvinistische Mehrheit der Kammer das zuläßt, ist fraglich. Jedenfalls steht fest, daß unsere französischen Genossen in vollstem Maße ihre internationale Pflicht erfüllen.“

Früher wurde im Falle einer Knebelung der deutschen Arbeiterschaft die Revolution in Frankreich versprochen. Jetzt billigten - mit ganz wenigen Ausnahmen - die französischen Sozialisten den Einmarsch Poincarés ins Ruhrgebiet, schlugen sogar die Verbreitung seiner Rede vor! Die jetzige „Interpellation“ ist nur ein Wisch, um den deutschen Arbeiter weiter zu betrügen. Er genügt: die Hebräer finden, die Franzosen erfüllen „in vollstem Maße“ ihre Pflicht! Zu gleicher Zeit heulen sie nach „nationaler Einheitsfront“.

Deutsche Arbeiter, Beamte, Unternehmer, deutsche Frauen und Mädchen an der Ruhr und am Rhein!

Wenn ihr in ohnmächtigem Grimm die Fäuste ballt und von Bajonetten zur Arbeit getrieben werdet, so wißt, daß dies die Schuld der Novemberverbrecher ist, die euch die Friedensliebe Frankreichs vorpredigten!

Wenn eure Familien davongejagt, ihr geschändet und vergewaltigt werdet, so bedankt euch bei den meineidigen Verrätern vom 9. November 1918!

Wenn ihr in ohnmächtigem Grimm die Fäuste ballt und euch wehrlos den Kanonen gegenüberseht, so denkt daran, daß die verbrecherische Erfüllungspolitik euch das letzte geraubt hat!

Wenn ihr euch verarmt und zerrissen, die Gegner gemästet und reich seht, so vergeßt nie, daß ihr durch eurer Hände Arbeit dank dem Erfüllungsverbrechen diese Ausrüstung mitbezahlt habt!

Und wenn ihr des Landes verwiesen werdet, wenn ihr ins Gefängnis, ins Zuchthaus kommt, so denkt auch da an die Novemberverbrecher, die euch die Wehr in der Hand zerschlugen!

Und wenn euch Väter, Mütter, Söhne und Freunde von Franzosen erschossen, gemordet werden, so denkt daran, daß dies die Opfer der niederträchtigsten Pazifistenpolitik unserer „Arbeiterführer“ gewesen sind.

Und deshalb fordert die erste Bedingung eines erfolgreichen Widerstandes gegen Vergewaltigung von außen und jüdischen Betrug im Innern: Einen deutschen Staatsgerichtshof für die November- und Erfüllungsverbrecher!

Quellen

Anmerkungen

Im Original gesperrt gedruckte Abschnitte sind hier kursiv wiedergegeben. Ergänzungen in eckigen Klammern.