Spanien genügt noch nicht
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Was die Weltpresse sagt
Spanien genügt noch nicht
Ganz Westeuropa soll in einen Krieg getrieben werden
- Die französischen Volksfrontführer [Anmerkung: Volksfront = damals politisch links!] sagen, die diplomatische Erledigung des Marokkofalles sei ihnen nicht genug. Deutschlands Garantie sei keine Sicherheit, sie wollen militärische Vorkehrungen! Das ungarische Regierungsblatt „Esti Ujság“ meint dazu:
„Was ist das? - fragt man sich, wenn man von dieser Entwicklung liest. Die Antwort ist sehr einfach und logisch: hier arbeitet der russische Sowjet im Hintergrund, Moskau dirigiert die französische Volksfront um seiner eigenen Ziele und Interessen willen. Rußland hat ein großes Interesse daran, die westlichen Nationen in einen Krieg zu hetzen, daß möglichst weit von Rußland ein großer und verhängnisvoller Krieg ausbricht - das ist das Interesse des internationalen Kommunismus und der Weltrevolution. Solange Sowjetrußland solchen Einfluß auf die Außenpolitik einzelner Weststaaten und durch die kommunistische Propaganda auf die Volksmasse hat - wird kaum ein fester Friede werden zwischen den Staaten. Es scheint, die internationalen Verwicklungen um den spanischen Krieg sind noch nicht zu Ende, und die sich gegenüberstehenden Partner haben ihre Karten noch nicht ausgespielt. Zwischen Deutschland und Italien beginnen neue Verhandlungen um der gemeinsamen Interessen und Gefahren willen. Der Sowjet will in seiner großen Angst und frechen Verwogenheit die Welt durch Marokko in Brand setzen. Und die europäischen Völker erkannten noch immer nicht, mit welch niedrigen Mitteln sie gegeneinander gehetzt werden von einem lachenden Dritten: dem roten Schreck! Wo doch die Entfernung des Sowjets aus den europäischen Kraftfeldern die Kriegsgefahr sofort auf die Hälfte vermindern würde, sowohl in Marokko als überall in der Welt!“
„Esti Ujság“, Budapest.
Quelle
- Der Angriff - 17. 01. 1937, S. 8