Rote und goldene Internationale
Aus NS-Archiv
Alfred Rosenberg
Rote und goldene Internationale.
- „Völkischer Beobachter“, 14. Januar 1922.
Nachrichten nach Nachrichten bringen alle Blätter über die Ereignisse von Washington, von Cannes, über die Absichten, die für Genua bestehen. Leitaufsatz nach Leitaufsatz folgt über Worte Lloyd Georges, Hetzreden von Briand, Anmaßungen von Lenin und Genossen. Aber fast keine einzige Zeitung wagt es, die Dinge beim Namen zu nennen. Dabei ist es nur zu klar, daß eben eine weltgeschichtliche Verknüpfung vor sich geht, gegen die zu kämpfen im Sinne aller Schaffenden aller Staaten liegt: die offene Vereinigung der bisher geheim zusammenarbeitenden zwei großen Internationalen, der roten und der goldenen, die beide von der jüdischen Weltfinanz geführt werden.
Die letzten drei Glieder zur Vereinigung heißen: Washington, Cannes, Genua.
Seit Jahren wird daran gearbeitet, die Sowjetregierung der Moskauer Juden durch die russische Selbstzerfleischung zu unterstützen. Als der Hunger schließlich bis zur Roten Armee und den Kommissaren herankroch, da wußte man, d.h. die hebräische Weltpresse, vom „russischen Elend“ zu berichten. Alle kapitalistischen Staaten sprangen der „antikapitalistischen“ Moskauer Regierung zur Hilfe; große Komitees entstanden in Berlin, London, Paris, und Neuyork bewilligte - ohne jede Bedingung - vier Millionen Bushel Weizen zur sofortigen Unterstützung der Sowjetregierung.
In Washington wurde erklärt, „Rußland“ würde zur nächsten internationalen Konferenz gebeten werden. Das ist geschehen, und Lenin, Trotzki, Litwinow oder irgendein anderer Gauner wird sich mit den Vertretern der Staatenwelt an einen Verhandlungstisch setzen.
Seit Monaten bombardieren „Berliner Tageblatt“ und „Frankfurter Zeitung“ das deutsche Publikum mit langen Aufsätzen ihrer Sonderberichterstatter aus Moskau. In allen Tönen wird das jüdisch „regierte“ Rußland gepriesen. Die „Frankfurter Zeitung“ zum Beispiel schildert mit großer Liebe den kürzlich abgehaltenen neunten Rätekongreß. Sie spricht von dem Juden Rakowsky als von einem „schneidigen Kerl“, erzählt von der „gewinnenden Haltung“ des Janukidse, vom „Gelehrtenkopf“ Rjasanows, usw. Von den Polen heißt es: „Die jungen Rotgardisten nehmen ihre Aufgabe ernst, sind aber, wenn sie die Karten prüfen, nicht geizig mit dem „Paschalsta“ („Bitte“), dem repräsentativsten Wort der ausgeprägten russischen Höflichkeitskultur, das auf Schritt und Tritt in den Ohren klingt.“
Das „Berliner Tageblatt“ begeistert sich an Trotzkis „breitem Willen“, dem „odysseischen Geist“ Radek-Sobelsohns, „der mit allen politischen Machtgedanken“ der Sowjets. Trotzki hat das „stärkste Temperament“, ist „die wollendste Faust, der freieste Wille seines Kreises“. Er entfesselt „patriotische“ Beifallsstürme. Die jüdischen Börsenblätter schwelgen in Entzücken. „Werden die Mächte des Westens genügend Großzügigkeit zeigen, um die Bolschewisten als Gleichgeordnete zu behandeln und die politischen Erfordernisse Sowjetrußlands zu erkennen? Werden Lenin und Genossen ihre Scheu vor dem organisierten Kapitalismus - es wird sich um einen Großkapitalismus in Reinkultur handeln - überwinden?“ „Rußland gehört in das Kooperationsverhältnis Englands und Frankreichs hinein...“ („Frankf. Ztg.“, Nr. 19). Das Zustandekommen der „europäischen Wirtschaftskonferenz“ soll „offenbar entscheidend“ von der russischen Haltung abhängen, ob sie den in Cannes „in Aussicht genommenen Wiederaufbau Rußlands zum Zwecke der allgemeinen europäischen Sanierung“ mitmachen will.
In Cannes hat, laut „Frankfurter Zeitung“, „der Gedanken der internationalen Solidarität einen Triumph davongetragen“. Das ist wahr. Und damit auch die Dümmsten verstehen, welcher Art diese „internationale Solidarität“ ist, lese man folgende Bemerkung des „Berliner Tageblattes“ (Nr. 13) zur Rede Lenins:
„Das Spiel zwischen Rußland und der übrigen Welt wird immer feiner und komplizierter - es wird enger gespielt.“
Also Sowjetrußlands „Kampf“ gegen den kapitalistischen Westen ist ein - Spiel. Und ein sehr enges Spiel. Es sollte heißen - Zusammenspiel!
Cannes wird jetzt als Erfolg deutscher Politik gebucht. Wenn das deutsche Volk einmal von oben bis unten belogen worden ist, so mit dieser Behauptung. Der Kapitalismus „in Reinkultur“ hat seine Marschroute festgelegt, das Syndikat zur Ausplünderung aller europäischen Völker, an erster Stelle Deutschlands und Rußlands, ist so gut wie gegründet. Die „Vereinigten Staaten Europas als Grundlage für die Vereinigten Staaten der Welt“ bezeichnete Trotzki als Ziel in Krieg und Revolution. Dasselbe fordern alle jüdischen Börsenblätter.
Der ungeheuerste Weltbetrug geht seiner Vollendung entgegen.
Quellen
- Völkischer Beobachter, 14. Januar 1922.
- Blut und Ehre III, S. 152-153
Anmerkungen
Im Original gesperrt gedruckte Abschnitte sind hier kursiv wiedergegeben. Ergänzungen in eckigen Klammern.