Noch einmal „Deutsche“ Gewerbeschau

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Alfred Rosenberg


Noch einmal „Deutsche“ Gewerbeschau.

„Völkischer Beobachter“, 27. Mai 1922.

Eine deutsche Gewerbeschau soll sich auf der Theresienhöhe aufgebaut haben, sagen uns die Blätter. Aber ebensowenig wie von den Schwarzrotgelben, gewinnen wir von ihr diesen Eindruck. Um einen Gegensatz zu den grauen Ausstellungshallen zu schaffen, hat man bunte Pavillons aufgestellt. Dagegen ist an und für sich nichts zu sagen. Aber, wasfür ein Zeug wagt man uns zu bieten! Um ja recht geistreich zu scheinen, bemalt man die Dächer mit rohesten Ornamenten, klebt „indische Fresken“ aus echtem Papier herum, setzt Elefanten daneben, krönt ferner das Dach mit krummzersägten roten Holzstücken, bemalt Wände mit schlechten chinesischen Nachbildungen, stellt Türmchen auf mit der Linienführung windschiefer Erzeugnisse siamesischer Architektur.

Im Innern der großen Halle I grüßt gleich ein riesiges Wandgemälde den Beschauer. Expressionistisch! rufen moderne Kunstjünger. Ziegelarbeiter, Schiffer, Baumeister, Dirnen, Schlemmer wirbeln - schauderhaft gezeichnet - durcheinander: ein Chaos von Toren, Mauern, Schornsteinen soll emsige Aufbauarbeit veranschaulichen; eine fade Farbengebung die „Einfügung ins Raumganze“ vortäuschen. Und diesem chaotischen Machwerk gegenüber ein Reichsadler als Schablonenornament. Und rechts und links vom Eingange zwei „Gemälde“. Nackte Menschen, Landschaften! „Stilisiert“, wird der Urheber dieses Dadaismus sagen, dabei ist es nur ein Ausfluß einer kindischen Unfähigkeit und rohen Geschmacklosigkeit.

Aber auch in den ausgestellten Dingen treten - neben ausgezeichneten Leistungen - die Erzeugnisse unserer versumpften Zeit nur zu auffällig in Erscheinung. Die ausgestellten Theaterdekorationen z.B. zeigen in ihrer architektonischen Hilflosigkeit, die eigenartig sein soll, vielfach eine Zurückgebliebenheit des Geschmackes, daß einem übel werden kann. Und dann: das österreichische Zimmer. Die Gehirnerweichung Wiens ist uns überall ein Jahr voraus. So auch in der „Kunst“. Wenn man diese aus der Hand springenden „Skulpturen“ - meist mit abgehackten Händen und eingebeulten Schädeln - betrachtet, so wird man an Erzeugnisse der Einwohner einer Idiotenanstalt erinnert. Das ist eine Äußerung des schon ganz in Judenhänden befindlichen Wiener „Kunstgewerbes“. Zwanzig Prüfungsstellen hat die Gewerbeschau gehabt, um „nichts Minderwertiges“ aufzunehmen! Und für ausgesprochen kunstbolschewistische Wiener Frechheiten wird ein ganzer Saal zum Austoben übergeben! Was muß da alles für ein Zeug zusammengekommen sein, wenn das Qualität sein soll?

Kürzlich konnten die Münchener Herrn Picasso in der Galerie Thannhauser bewundern. Ich habe den Werdegang dieses Herrn recht genau in Paris und Moskau (Galerie Schtschukin) verfolgen können. Picasso war früher ein fleißiger und sehr genauer Kopist. Plötzlich trat er dann mit „unerhörten“ Bildern hervor. Sensation! mußte sich jeder sagen. Die Presse griff das auf. Picasso sah, daß Geld zu machen war und schritt weiter auf dem Pfade. Seine Bilder werden - „logischer“ nennen das seine Verhimmler - schmutziger in der Farbe, wüster in der Linie, frecher in den Überschriften. Und heute, wo Europa im Zeichen des Wahnsinns steht, ist Picasso beinahe Klassiker! Das, was die „Deutsche Gewerbeschau“ in vielen ihrer Erzeugnisse bietet, ist demselben unfruchtbaren, von der gesamten Hebräerpresse eifrig empfohlenen, Sumpf entsprossen. München täte gut, dies einmal klar auszusprechen und nicht mit offenem Munde vor Dingen zu stehen, die nichts als Hohn auf deutsche Kunst und Kunstempfinden sind. Aber niemand macht es, und der Sumpf greift - staatlich unterstützt - immer weiter um sich. Die schwarzrotgoldene Fahne vereinigt auch hier als Symbol die Herrschaft der jüdischen Zersetzungsarbeit.

Quellen

Anmerkungen

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