Kommunisten!

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Alfred Rosenberg


Kommunisten!

„Völkischer Beobachter“, 8. März 1922.

Am 3. März sprach der kommunistische Reichstagsabgeordnete Remmele über die politische und wirtschaftliche Lage. Es ist derselbe Remmele, der im Reichstag erklärt hatte, die weiß-blaue Schmach sei schlimmer als die schwarze! Er betonte dann auch einleitend, wenn er nach Bayern fahre, habe er dasselbe Gefühl, als wenn er ins Ausland reise. Dann schilderte Remmele die politische Lage. Seine negativen Kritiken waren durchaus zutreffend, wenn er z.B. Herrn Ebert angriff, der ein Streikverbot herausgibt, wo er doch selbst während der Kapptage die ganze Beamtenschaft zum Generalstreik aufgerufen hatte. Dann wurde „festgestellt“, die drei großen Raubtiere (England, Amerika, Japan) hätten die übrigen verschlungen. Deutschland, das seit Jahrzehnten sich ebenfalls unter die Imperialisten gestellt habe, sei darunter...

Sobald nun aber jemand erwartet hatte, Herr Remmele würde auch nur das kleinste Verständnis für deutsche Nöte besitzen, so hatte man sich getäuscht. Der Herr wußte nichts von der gewaltigen Überbevölkerung Deutschlands, von der Notwendigkeit, deutsches Blut im Auslande zu schützen, nichts davon kam von den Lippen dieses „Volks“-Führers. Nichts hörte man von der jüdischen Weltfinanz, nur vom Unternehmer. Wohl aber hörte man Verhimmelungen der Sowjetregierung.

Das lauschende kommunistische - nicht ganz den halben Saal füllende - Publikum zeigte aber den politischen Eiertanz gegenüber keine sonderliche Aufmerksamkeit, gähnte oder erging sich in Privatgesprächen. Nur als Remmele das Wort des englischen Journalisten anführte: „Die Deutschen sind doch sonderbare Käuze, ihre Kühe schicken sie der Entente und die Ochsen machen sie zu Ministern“, erscholl ein lautes Lachen. Wenn es nur Ochsen wären!

Alles in allem: die deutsche Arbeiterschaft ist von ihren jetzt im Sattel sitzenden Führern von oben bis unten betrogen worden; sie glaubt jetzt an andere Heilige und sieht nicht, daß auch sie genau auf derselben marxistischen Linie mit der falschen Front stehen. Je länger sie noch an dem aufhetzenden Ruf des Klassenkampfes festhalten, um so mehr geraten das deutsche Volk und die Kommunisten mit ihm in den Rachen des Weltkapitals der Börsen und Banken. Und da diese sich zu neun Zehntel in jüdischen Händen befinden, so ist die erste Etappe des Befreiungskampfes aller Völker die Unschädlichmachung der Judenheit. Das Herz des Kapitalismus wäre getroffen. Das, deutsche Arbeiter, ist eure Sendung für die Zukunft. Heute marschiert ihr, ob Kommunisten, USP., MSP. alle an ein und demselben Gängelband und schlagt euch gegenseitig die Köpfe ein zum Besten des alljüdischen Weltkapitals, der alljüdischen Börsen- und Sowjetbanditen. Herr Remmele hätte die Worte des russischen Kommunistenführers Mjasnikow anführen müssen, der gegen den ganzen heutigen Schwindel in einer kürzlich bekannt gewordenen Schrift „Diskussionsmaterial“ sagt:

„Wenn ich mich in Freiheit befinde, so nur deshalb, weil ich seit 15 Jahren Kommunist bin, der seine kommunistischen Anschauungen durch Leiden bewiesen hat und den obendrein die Arbeitermasse kennt. Aber wäre das nicht der Fall, und wäre ich einfacher kommunistischer Schlosser derselben Fabrik, wo wäre ich dann? In der Tscheka, oder man hätte mich „geflüchtet“, wie ich einst Michail Romanow „geflüchtet“ habe und wie Rosa Luxemburg und Liebknecht „geflüchtet“ wurden. Also noch einmal: Sie holen auf die Bourgeoisie aus und bei mir bluten die Zähne, und beiden Arbeitern krachen die Backenknochen.“

Hätte Remmele das gesagt, dann hätte er die Wahrheit über den kapitalistischen Bolschewismus gesprochen.

Quellen

Anmerkungen

Im Original gesperrt gedruckte Abschnitte sind hier kursiv wiedergegeben. Ergänzungen in eckigen Klammern.