Kampf!
Aus NS-Archiv
Alfred Rosenberg
Kampf!
- „Völkischer Beobachter“, 31. Juli 1921.
Kürzlich erhielt die Schriftleitung ein Schreiben von Herrn Karl Heise, dem Verfasser von „Die Ententefreimaurerei und der Weltkrieg“. Es enthielt die Anfrage, ob sie geneigt wäre, einen okkultistischen Aufsatz aus seiner Feder zu bringen. Nur der „wahre Okkultismus“ könne Deutschland retten. Herr Heise mußte abgewiesen werden.
Bekanntlich ist Arthur Dinter ein hervorragender Kämpfer gegen das Judentum gewesen. Gewesen, denn jetzt schreibt er Bücher über Tischklopfen und predigt eine „Geistlehre“, die merkwürdig an den heutigen okkultistischen Großkophta Rudolf Steiner erinnert. Wir warten darauf, daß er sich davon einmal abwenden, wieder gesund werden wird.
Alle solche Verschwommenheiten müssen wir ablehnen. Wir anerkennen nur das deutsche Volkstum als Grundlage und Ausgangspunkt. Wir anerkennen nur die Deutschheit und Großdeutschland als Endziel. Wir anerkennen nur Gedanken und Ziele, die uns einen Kraftzuschuß mitteilen, die unseren Willen stählen, um unbekümmert um eine Meute von Feinden und schwach gewordenen Freunden den Weg zu gehen, auf dem wir uns zusammengefunden haben.
Die Deutschheit ist nicht eine unbestimmte Idee, denn abgesehen davon, daß uns unser Inneres gar deutlich sagt, was unseres Wesens ist und was nicht, so brauchen wir nur auf die Großen unserer Vergangenheit zu blicken, auf unsere tausendjährige Geschichte, um den Prüfstein dafür zu haben, wann wir auf rechtem und wann wir auf falschem Wege sind. Unsere Großen: das ist die Leben und Gleichnis gewordene Sehnsucht von uns selbst. Wer Achtung vor sich selbst hat, muß Ehrfurcht vor den Männern unserer Vergangenheit und - Gegenwart haben.
Vieles dieser Vergangenheit ist heute tot, weil wir auf die warnenden Stimmen nicht gehört, weil wir uns unseres Wesens nicht gewehrt haben, sondern es zuließen, daß es von Fremden verschüttet wurde. Weil aber heute vieles gestorben ist, was scheinbar lebendig war, deshalb müssen wir vorwärts. Die Wegweiser dabei sind die Großen unseres Volkes.
Nie ist deutsches Wesen und deutsche Persönlichkeit so geschmäht worden wie heute.
Indem wir alle Zweifler und alles Schwache und Gebrochene ablehnen, müssen wir zugleich den schärfsten Kampf allen denen ansagen, die den deutschen Namen heute für vogelfei halten. Wir werden von nun an Rechenschaft für jedes Wort verlangen, das jüdische und sonstige deutschfeindliche Blätter und Persönlichkeiten über die Lippen bringen. Wir wollen ein Schuldbuch über jüdische Verseuchungsarbeit dem deutschen Volke vorlegen, unbekümmert um schwächliche oder empörte Einsprüche.
Ein liberaler Antisemit - es gibt auch solche Käuze - fragte mich, ob ich denn wolle, daß die Juden völlig beseitigt würden? Darauf gibt es nur eine Antwort: Wir können nicht wissen, wie die Geschichte Deutschlands im einzelnen verlaufen wird, aber wir wassen, daß es unsere Pflicht und Schuldigkeit ist, die Wahrheit über eine Umgarnung des deutschen Volkes auszusprechen, wie sie noch nie dagewesen ist. Diese Wahrheit kennen die aalglatten Liberalen ebensogut wie wir und die Juden selber. Aber Rückenmarkschwindsucht, geschäftliche Abhängigkeit und „große Politik“ halten die Herrschaften ab, jene Wahrheit laut auszusprechen, die sie sich unter vier Augen ins Ohr flüstern.
Kann jeder sagen, daß, wenn alle Deutschen geschlossen diesen Kampf führen würden, Deutschland stark und einig dastände, dann muß er auch bekennen. Und dies ist so! Denn nur durch falsche Weichheit, durch uferlose Schwärmerei, durch feigen „Takt“, durch „Toleranz“, die nur verkappte Angst war, durch Abkehr von unserem Wesen zum mammonistisch-jüdischen Götzen, gelang es, uns so zu demütigen, wie es heute der Fall ist.
Einen „festen und gewissen Willen“, wie ihn Fichte einstmals verlangte, müssen wir uns wieder erkämpfen. Den jüdischen Verführern und ihrem gefolgsamen Troß müssen wir eine innere Kraft entgegenstellen, die auch nicht davor zurückschreckt, laut und rücksichtslos die Forderung zu erheben und durchzuführen, daß die Usurpatoren Deutschland endgültig und restlos auf allen Gebieten das Feld für Deutsche freizumachen haben.
- Was euch nicht angehört,
- Müsset ihr meiden,
- Was euch das Inn're stört,
- Dürft ihr nicht leiden. (Goethe.)
Quellen
- Völkischer Beobachter, 31. Juli 1921.
- Blut und Ehre III, S. 79-81.
Anmerkungen
Im Original gesperrt gedruckte Abschnitte sind hier kursiv wiedergegeben. Ergänzungen in eckigen Klammern.