Friedrich der Große
Aus NS-Archiv
Alfred Rosenberg
Friedrich der Große.
- Zu seinem Todestag am 17. August
- „Völkischer Beobachter“, 18. August 1921.
Kurz nach der Eröffnung des neuen Revolutionsreichstages stand einmal Oskar Cohn auf der Tribüne und sage u.a.: „Heute hat das Proletariat die Macht in der Hand, es wird in Deutschland keine Friedrichs die Einzigen mehr geben!“
Es fanden sich im „deutschen“ Reichstag damals Leute, die dazu klatschten, es fanden sich viele Lacher, aber es fand sich kein „Nationaler Führer“, der diesem Frechling eine schallende Ohrfeige versetzt hätte.
Der deutsche Name ist nicht nur in den Ländern der Entente vogelfrei, sondern sogar ganz besonders in Deutschland selbst.
Deshalb wollen wir deutschen Nationalsozialisten des Mannes gedenken, der einer der Allergrößten der ganzen deutschen Geschichte ist. Ein Mann, der die Worte sprach: „Während dieses kurzen Zeitraumes ist der Mensch bestimmt, zu arbeiten für das Wohl der Gesellschaft, deren Glied er ist“ und „Der König ist der erste Diener seines Staates“. Und der nicht nur sprach, sondern ein langes Leben danach gehandelt hat. Jeder Deutsche, ohne Ausnahme, muß, wenn er nicht ein Schuft ist, in Friedrich dem Großen die Verwirklichung dessen sehen, was seine beste Sehnsucht bedeutet. Auch Friedrich der Große gehört dem ganzen Volke, stammt aus ihm, und er ist eine Krönung seines Wuchses.
Das wußte man ehemals in allen deutschen Landen, und so erhielt der alte Fritz einen Ehrennamen, wie noch kein Volk für seine Großen einen gefunden hat: Friedrich der Einzige.
Worte dieses Mannes sollen uns die ganze heutige Erbärmlichkeit zu Gemüte führen, uns zugleich aber die Hoffnung stärken, daß das deutsche Volk noch ähnliche Männer gebären wird, wenn die Zeit gekommen ist.
Friedrich schreibt im Juni 1757:
„Das Mittel gegen meinen Schmerz liegt in der täglichen Arbeit, die ich zu tun verpflichtet bin, und in den fortgesetzten Zerstreuungen, die mir die Zahl meiner Feinde gewährt. Wenn ich bei Kollin getötet wäre, ich würde jetzt in einem Hafen sein, wo ich keinen Sturm mehr zu fürchten hätte. Jetzt muß ich noch über das stürmische Meer schiffen, bis ein kleiner Winkel Erde mir das Gut gewährt, was ich auf dieser Welt nicht habe finden können. - Seit zwei Jahren stehe ich wie eine Mauer, in die das Unglück Bresche geschossen hat. Aber denken Sie nicht, daß ich weich werde. Man muß sich schützen in diesen unseligen Zeiten durch Eingeweide von Eisen und ein Herz von Erz, um alles Gefühl zu verlieren. Der nächste Monat wird entscheiden für mein armes Land. Meine Rechnung ist: ich werde es retten, oder mit ihm untergehen.“
Oktober 1760: „Ich betrachte als Stoiker den Tod. Niemals werde ich den Moment erleben, der mich verpflichten wird, einen nachteiligen Frieden zu schließen. Keine Überredung, keine Überredsamkeit wird mich bestimmen können, meine Schmach zu unterzeichnen. Entweder lasse ich mich unter den Trümmern meines Vaterlandes begraben, oder wenn dieser Trost bei dem Geschick, welches mich verfolgt, noch zu süß erscheint, so werde ich meinem Leiden ein Ende machen, sobald es nicht mehr möglich wird, sie zu ertragen. Ich habe gehandelt und ich fahre fort zu handeln nach diesem innerlichen Ehrgefühl. Meine Jugend habe ich meinem Vater geopfert, mein Mannesalter meinem Vaterlande, ich glaube dadurch das Recht erlangt zu haben, über meine alten Jahre zu verfügen. Ich sage es, und ich wiederhole es, nie wird meine Hand einen demütigen Frieden unterzeichnen.“
In späteren Jahren heißt es einmal in einem Schreiben an den Generalleutnant von Anhalt: „Das glaube Er mir, setze ich mich vor meine Pommern und Märker und habe schon die Hälfte meiner Monarchie verloren und verliere nur den Kopf nicht, so jage ich den Teufel aus der Hölle.“
Der Schluß des Testamentes: „Meine letzten Wünsche in dem Augenblick, wenn ich ausatmen werde, werden für das Glück dieses Reiches sein. Möge es allzeit mit Gerechtigkeit, Weisheit und Kraft regiert werden ... und es möge dauern und blühen bis zum Ende der Zeiten!“
Dem Deutschen liegt das Hassen fern. Aber heute beginnt sich die Erkenntnis zu regen, daß dank der deutschen Duldsamkeit, dank dem deutschen Entgegenkommen, er schließlich von einer zusammenhängenden Meute von Feinden außerhalb und innerhalb der Grenzen zu Fall gebracht worden ist. In jahrelanger Unterhöhlungsarbeit hat man uns die Vergangenheit gefälscht, geschändet, gestohlen; in gemeinsamem Ansturm hat man uns um unsere Gegenwart betrogen, und eben arbeitet die ganze jämmerliche, ehrgeizige und verleumderische Brute weiter daran, uns auch unsere Zukunft zu stehlen. Das spüren viele. Manchem schwillt die Zornader. Einigen kommt das Hassen.
Unsere Pflicht ist es, diesen gerechten Haß zu predigen. Nicht einen Haß, der wie ein Strohfeuer aufflammt und dahinsinkt, sondern einen tiefen Haß, hinter dem die Liebe zum deutschen Volk steht, eine Liebe, der es bewußt geworden ist, wie groß und gemein der Betrug an uns gewesen ist. Eine Liebe, die sich nie damit zufrieden geben kann, etwas „verbessert“ zu haben, sondern gänzliche Wiederherstellung verlangt, eine Liebe, die auch ein Herz von Erz zu haben vermag und jeden Lumpen aus deutschen Landen verjagt, der es je wieder wagen sollte, die deutschen Großen - und das heißt das deutsche Volk - zu höhnen.
Wir wollen denken, wie Friedrichs Vater dachte: „Kein Engländer und Franzose soll über uns Deutsche gebieten, und meinen Kindern will ich Pistolen und Degen in die Wiege geben, daß sie die fremden Nationen aus Deutschland helfen abhalten.“
Quellen
- Völkischer Beobachter, 18. August 1921.
- Blut und Ehre III, S. 112-114.
Anmerkungen
Im Original gesperrt gedruckte Abschnitte sind hier kursiv wiedergegeben. Ergänzungen in eckigen Klammern.