Kategorie:Der Schulungsbrief

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Inhaltsverzeichnis

Allgemein

„Der Schulungsbrief“ war das zentrale Monatsblatt der NSDAP und DAF in den Jahren 1934 bis 1944. Die Monatsschrift beginnt mit dem Märzheft 1934 (Jahrgang I, Folge 1) als erstem Heft der Reihe. Im Laufe der Zeit veränderte sich der „Schulungsbrief“ von der Gestaltung wie auch von seinem Inhalt. Nach dem Schrifterlaß wurden die Hefte nicht mehr mit Frakturschriftsätzen gedruckt, sondern verwendeten Antiquaschriften. Während des Krieges fallen zunehmend Folgen aus, weshalb dann Mehrfachfolgen erscheinen und die Seitenstärke der Hefte sinkt beachtlich. Im Laufe des Jahres 1944 wird die Herstellung schließlich eingestellt.


Vorläufer

„Der Schulungsbrief“ stellte mit seinem Erscheinen keine völlige Neuschöpfung dar, sondern löste vielmehr seinen Vorgänger, die Schulungsbriefe des Reichsschulungsamtes der NSDAP und der Deutschen Arbeitsfront ab. Diese Vorläufer waren an Volksgenossen gerichtet, welche mit der nationalsozialistischen Weltanschauung nicht vertraut waren und behandelten niemals ein Thema ausführlich, sondern dienten dazu, weitesten Kreisen die Gedankenwelt des Nationalsozialismus anhand einzelner Punkte näherzubringen.

Ein Jahr nach der Machtübernahme hatte sich die Situation grundlegend geändert: es mußten nicht länger Menschen angesprochen werden, die zum Teil gar nichts von den Inhalten des Nationalsozialismus wußten. Vielmehr empfand man es nun an der Zeit, die wichtigsten Anschauungen des Nationalsozialismus ausführlich darzulegen und somit die Schulung von der vorher beabsichtigten Breitenwirkung, die weite Kreise mit groben Inhalten vertraut machen sollte, in eine angestrebte Tiefenwirkung zu wandeln, die einem interessierten Kreis Zugang zu vertiefenden Inhalten bieten sollte.

Herausgeber

Herausgegeben wurde die Publikation vom Hauptschulungsamt der NSDAP und der DAF. Als Herausgeber zeichnete zunächst der Reichsschulungsleiter, Otto Gohdes (MdR), Hauptschriftleiter war Kurt Jeserich. Als Gesamtverantwortlichem für die weltanschauliche Schulung in der Partei und den angeschlossenen Verbänden, kam Alfred Rosenberg die Überwachung auch des „Schulungsbriefes“ zu. Ab November 1934 ging die Herausgeberschaft an den kommissarischen Reichsschulleiter Dr. Max Frauendorfer über, da Otto Gohdes von Dr. Ley zum 17. September 1934 zum Leiter des Amtes für Ausbildung der PO ernannt worden war.

(...noch zu erweitern...)


Auflage

(...Lückenfüller...)


Sonderhefte

(...Lückenfüller...)


Inhalt und Zweck

Die Hefte sollten nach eigenem Anspruch zum „Katechismus der Weltanschauung“ werden. (...noch zu erweitern...)


Sammelmappen

Eine original Sammelmappe für den Jahrgang 1934

Um das Sammeln und Aufbewahren der „Schulungsbriefe“ zu vereinfachen, wurden Sammelmappen hergestellt und angeboten. Diese waren zunächst zum Preis von 1,50 RM pro Jahrgangsmappe erhältlich. Später, als die Hefte dünner wurden, wurde auch der Preis für die Sammelmappen auf 1,00 RM pro Stück herabgesetzt. Die Sammelmappen waren eine Art Ordner, versehen mit einem grauen Rohleineinband und beworben als „mit praktischer und einfacher Klemmnadelheftung“. Letztere funktioniert zwar bis heute tadellos - es ist für Sammler aber nicht ratsam, sie zu verwenden, da die Klammern rosten und damit die Seiten der eingehefteten Schulungsbriefe durch abgefärbten Rost beschädigen oder bei unachtsamem Herausnehmen das Papier aufreißen können. Sinnvoller ist es, die Hefte entweder lose hineinzulegen und die Sammelmappe als eine Art Umschlag zu verwenden, oder die Schulungsbriefe in Lochrandklarsichtfolien zu sammeln und diese damit z.B. in einem gewöhnlichen Ordner abzuheften.


Bezug & Preis

Die Zeitung konnten alle Anghörigen der NSDAP, der DAF sowie der angeschlossenen Organisationen und ebenso alle Angehörigen der Reichs-, Länder- und Komunalbehörden, auf dem Dienstwege beziehen. Bestellungen nahm die entsprechende Dienststelle entgegen und leitete sie an das zuständige Gauschulungsamt der NSDAP weiter. Auch Ausgaben eines kompletten Jahrganges in einem gebundenen Buch wurden angeboten. Nachbestellungen einzelner Hefte oder eines ganzen Jahrganges waren auf dem gewohnten Wege möglich. Die Hefte kosteten zunächst 10 RPf; der Preis wurde mit dem ersten Heft des dritten Jahrganges (1936) auf 15 RPf erhöht. Sonderhefte kosteten durchgehend 20 RPf.


Ausland

Auslandsdeutsche bezogen bei Interesse den „Schulungsbrief“ über die Auslandsorganisation der NSDAP. Dort waren auch „Schulungsbriefe“ zu Propagandazwecken im Ausland anforderbar.


Sonstiges

In der Gauschulungsburg Egendorf bei Weimar fanden sich die Vertreters des „Amtes für Schulungsbriefe“ aus jedem Gau mit den Kreisschulungsleitern zusammen, um als Gäste der Gauleitung Thüringen in der Schulungstagung ihre Erfahrungen als „Gaubeauftragte für redaktionelle Führungsmittel“ gegenseitig auszutauschen. Der „Völkische Beobachter“ schreibt hierzu: Reichsleiter Alfred Rosenberg hat die Reichsschulungbriefe der NSDAP und DAF hinsichtlich ihrer besonderen Bedeutung einmal mit der Feststellung gekennzeichnet, daß er der Überzeugung sei, daß mancher Schulungsleiter, der die Schulungsbriefe eingehend verfolgt hat, heute über die Rassenkunde und über Vor- und Frühgeschichte besser Bescheid weiß als mancher Herr, der Professor an der Universität ist. Auch die zahlenmäßige Entwicklung des vom Reichsleiter Dr. Ley herausgegebenen zentralen Monatsorgan der NSDAP ist dieser Würdigung des zuständigen Mannes der Bewegung weitgehend gerecht geworden. Mit einer Auflagesteigerung von fast 1 Million im letzten Jahr hat sich das Schulungsmittel der Partei an die Spitze aller nicht fachlichen Zeitschriften Deutschlands gestellt. Dem außerordentlichen Verständnis des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley ist es ganz besonders danken, daß die auch von sämtlichen Gauleiter in der Partei anerkannte Leistung der Dienststelle „Schulungsbriefe“ u.a. auch ihre organisatorische und parteiamtliche Würdigung erhielt, indem die Dienststelle zu einem Reichsamt im Hauptschulungsamt der NSDAP erhoben wurde. Dem Amt für Schulungsbriefe sind inzwischen wichtige neue Aufgaben übertragen worden, deren erfolgte Inangriffnahme einen wesentlichen Fortschritt der Schulungsarbeit und der inneren Ausrichtung des Politischen Leiterkorps der Reichsorganisationsleitung bedeutet. Der Leiter des Amtes, Hauptschriftleiter Pg. Woweries, MdR, hatte die erste Arbeit- und Schulungstagung des neuen Amtes vor die Woche des deutschen Buches gestellt und nach Weimar einberufen. Damit ist dem entsprochen worden, daß auch im „Völkischen Beobachter“ vom 15. Oktober 1937 von einem Mitarbeiter der Reichsstelle zur Förderung der deutschen Schrifttum zur deutschen Woche als grundsätzlich Forderung herausgestellt wurde, nämlich die weitgehende Berichtigung der Zeitschrift in dieser kulturpolitischen wichtigen Woche. Als vorbildlich wurde die Leistung des Gauschulungsamtes Ostpreußen festgestellt. Außerdem erhielten fünf weitere Gau eine persönliche Anerkennung des Hauptschulungsleiters der Partei, stellvertretenden Gauleiters Fr. Schmidt, die vom Kulturamt der Kreisjugendführung in künstlerisch ausgezeichneter Weise angefertigt worden war. Von Reichsleiter Alfred Rosenberg ging folgendes Telegramm ein: „Für die Grüße herzlichen Dank, wünsche Arbeitstagung besten Erfolg.“

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