„Deutsche“ Freimaurerei
Aus NS-Archiv
Alfred Rosenberg
Inhaltsverzeichnis |
„Deutsche“ Freimaurerei.
- „Völkischer Beobachter“, 20. März und 17. April 1921.
I.
Daß der Weltkrieg die blutige Frucht der Verschwörerarbeit der Weltjudenschaft, verbündet mit den Freimaurerorganisationen aller Staaten gewesen ist, unterliegt schon heute keinem Zweifel mehr. - Welche Stellung hat nun inmitten der Weltverschwörung die deutsche Freimaurerei eingenommen?
Die Entwicklung des Freimaurertums ist in Deutschland andere Wege gegangen, als in Frankreich, England, Italien. Die weltbürgerlichen Ideen und die Phrasen von Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit, Menschheit usw., die aus den Logen in alle Länder hinausposaunt wurden, gestalteten sich bei den Weltmächten zu betörenden politischen Schlag- und Propagandaworten, während die Entwicklung des nationalen Selbstbewußtseins eine immer schnellere Entwicklung nahm. In Deutschland hingegen glaubte man - und das geschieht noch jetzt - ganz ernsthaft an die Alleinseligmachung des Weltbürgertums, hinter dem der Nationalwille unbedingt zurückzustehen habe. Drüben war man handelnd, bei uns duldend, drüben trieb man Nationalpolitik, in Deutschland wurde mit einem Politik getrieben, drüben war man Subjekt, hier Objekt. Diese schweifwedelnde nationale Würdelosigkeit der deutschen Freimaurer war es, die es den Brr. von jenseits der Vogesen und des Kanals ermöglichte, die langgehegte Einkreisungspolitik durchzuführen. Und wenn heute Demokraten und Freimaurer sich plötzlich auf ihr Deutschtum ein wenig besinnen, so wäscht sie das nicht von der Schuld rein, stumm dabei gesessen zu haben, als Deutschland von den Humanitätsbrüdern umstellt wurde. Am wenigsten aber haben die Herren das Recht, dem deutschen Arbeiter den Vorwurf des Internationalismus zu machen, wo doch sie selbst, die sich allen Ernstes für die Fortgeschrittensten der Nation hielten, die Nichtfreimaurer als die Profanen bezeichneten, das noch jetzt tun und das Deutschtum schmählich verraten haben.
Hierzu einige Schlaglichter aus der Gedankenwelt des deutschen Maurertums.
Br. Findel, einer der angesehensten deutschen Freimaurer, nahm den „universellen Charakter“ der Freimaurerei als den Freibrief auf die „unbestreitbare berechtigte Existenz“ des Bundes in Anspruch. Br. Boos, Verfasser zahlreicher Freimaurer-Schriften, schwärmt seitenlang von einer „das ganze Menschengeschlecht umfassenden Assoziation“, von der „Idee eines Menschheitsbundes“ Br. Carpentier-Alting meinte folgerichtig, der Bund anerkennen „keinen Unterschied von Vaterland, Stand, Kirche, Glaubensbekenntnis usw.“. Das „Allgemeine Handbuch der Freimaurerei“ stellt fest: „Die Rasse bildet im Freimaurerbund ... kein Hindernis bei der Aufnahme. Leider ist das indes noch in Nordamerika der Fall, wo die Negerlogen der Anerkennung entbehren“ (II, 218). An der Gleichberechtigung der Deutschen im Kampf um das nationale Dasein lag unsern Freimaurern verteufelt wenig, die Schwarzen dagegen konnten auf ihre Hilfe rechnen. So wurde z.B. der genannte Br. Findel von der Niggergroßloge Prince Hall zu Boston 1871 zum Ehrengroßmeister und Generalvertreter bei den europäischen Großlogen ernannt und die Bitte ausgesprochen, er möge seinen Einfluß dahin geltend machen, die vollständige Anerkennung der Niggerlogen zu erwirken. Br. Findel fühlte sich durch diese Auszeichnung hoch geehrt, machte sich schleunig auf den Weg, schrieb an alle Logen und bat inständig um Gleichberechtigung der schwarzen Brüder.
Ähnliche Fälle von Würdelosigkeit sind in der Geschichte des deutschen Freimaurertums nicht selten. Wie weit es aber mit der Selbstentmannung kommen konnte, davon gibt nachstehende Stelle aus dem „Allgemeinenen Handbuch der Freimaurerei“ erschütternde Kunde. Nachdem festgestellt wird, daß die „weltbürgerliche Liebe“ uns über „die Vorurteile der Völkerschaft“ erhebe, heißt es: „Die Freimaurerei ist die einzige Gesellschaft auf Erden, die sich die Pflege und Beförderung des Weltbürgertums zur Aufgabe gestellt hat. Demgemäß dürfen die Logen nur weltbürgerliche Bestrebungen fördern und sich nicht bei vaterländischen oder staatsbürgerlichen Bestrebungen beteiligen. An der Leipziger-Schlachtfeier haben die Logen keinen Teil genommen, denn es war ein vaterländisches Fest. Als in einer deutschen Loge der Vorschlag gemacht wurde, aus der Logenkasse einen Beitrag für Schleswig-Holstein zu entnehmen, da legte dagegen mit Recht ein Mitglied der Loge Verwahrung ein. Ebenso war dem Bundeszwecke zuwiderlaufend, als eine deutsche Großloge 1000 Taler zur Herstellung einer deutschen Flotte beisteuerte. Die erhobene Einsprache hatte zur Folge, daß keine deutsche Loge das gegebene Beispiel nachahmte“ (II, 203). In der Neuauflage von 1901 ist dieses belastende Stück wohlweislich gestrichen worden. Also Bestrebungen, die das Deutschtum stärken und das Deutsche Reich schirmen sollten, galten noch nach dem großen Kriege 1870/71 als dem „Bundeszweck zuwiderlaufend“!
Das hat sich bis auf heute nicht geändert.
Unter den heutigen deutschen Freimaurern steht Dr. D. Bischoff als Vorsitzender des „Vereins deutscher Freimaurer“ mit an der Spitze des Brudertums. Eine seiner Hauptschriften heißt „Maurertum und Menschheitsbau“. Auf mehreren hundert Seiten faselt er von der Notwendigkeit, einen „bestimmten Menschheitsgeist“ zu züchten, sieht den „Beruf des Freimaurertums“ darin, für das „gesamte Menschheitswohl“ zu sorgen. Die Worte „deutsches Volk“, „Deutschtum“ habe ich im ganzen Buch des Br. Bischoff nicht gefunden, diese Begriffe sind für ihn nicht vorhanden! Derselbe Mann verteidigt noch heute die Ententemaurer und sagt öffentlich, es sei falsch, die westlichen Brüder für die Politik der Alliierten verantwortlich zu machen! Und er tut das, nachdem selbst deutsche Maurer (Ohr, Müffelmann, Heise, Freymann) ihre Kurzsichtigkeit eingestanden haben und gegen die Humanitätsbrüder in Frankreich und England aufgetreten sind.
Br. Bonne, Br. Prof. Selter u. a. wehren sich mit Händen und Füßen, das Ziel ihres Strebens in der Verklärung, Festigung und Verteidigung deutschen Wesens zu sehen, reden vom „Menschheitshimmel“, „Menschheitstempel“ usw. Br. A. Horneffer, der bekannte Münchener Logenschließer, mault ab und zu über die Entente, die die „goldne Hoffnung“, den „Glauben an die Menschheit“, der während zweier Jahre das deutsche Volk belebte, zunichte gemacht hätte. Aber im selben Atemzuge, als er das Aufflammen unseres Nationalgefühles feststellt, fügt er hinzu: „Wir wissen nicht, ob wir uns dessen freuen oder trauern sollen. Neue Prüfungen kündet uns dieses Morgenrot.“
Von dieser traurigen Sippschaft muß sich jeder, dem das Wort Deutschtum mehr ist als ein Flederwisch, angeekelt abwenden. Solange noch Leute dieser Art Freimaurer sind, bleibe man uns gefälligst mit der „deutschen Freimaurerei“ vom Leibe, mit der jetzt wieder eifrig hausiert wird.
II.
Jede Idee bringt bei ihrer Durchführung ihre notwendigen Ergebnisse mit sich. Wurde die „Gleichheit aller Menschen“ auf die Fahne geschrieben, so konnte keine Ausnahme zugelassen werden, wollte man dies grundlegende Prinzip des Freimaurertums nicht aufgeben. Und so war denn auch dem Juden eine Bresche geschlagen, durch die sich sein Einbruch in die Kultur Europas vollzog.
Es entbehrt nicht der Tragik, zu sehen, wie das Eindringen des Juden in die Freimaurerei Deutschlands vor sich ging. Die ersten Logen wurden unter französichem Schutze in Frankfurt a. M. gegründet. Besonders bekannt ist hier die noch heute bestehende Loge „Zur aufgehenden Morgenröte“, der die Juden Börne (der vom Todestage Goethes ab die „deutsche“ Freiheit rechnete), Auerbach, Gabriel Rießer angehörten.
Deutsche Schwärmer und Schwätzer fanden sich genug, die überall im Reiche eifrig für das „arme verfolgte Volk“ eintraten und das „christliche Prinzip“ als dem Maurertum widersprechend hinstellten. Ein sehr bekannter deutscher Freimaurer, Dr. Kloß, hielt große Vorträge über die „Unstatthaftigkeit“, ein positives Christentum in der Maurerei zu betreiben, es könnte als konfessionelle Streitigkeit aufgefaßt werden. Br. Albanus sah in den Hebräern „liebe Brüder“, „gute Söhne Gottes“, die „voller Ehrfurcht vor Jesus“ seien usw. Die Juden selbst wurden nicht müde, für ihre Zwecke alles in Bewegung zu setzen. Br. Abraham Ellisen lief Sturm gegen den „finsteren Geist“ des preußischen Maurertums, der sich „unserer erhabenen Mutterloge, dem Großorient von Frankreich“, nicht unbedingt unterwerfen wollte. Br. G. Salomon schrieb 1845, eine „christliche Freimaurerei“ wäre der „schreiendste Widerspruch“. Br. Goldenberg sah geradezu die Bekämpfung des Antisemitismus als die „vornehmste Aufgabe der Freimaurerei“ an. Der deutsche Br. M. G. Conrad ging soweit, Notzucht, Elternschändung, Totschlag als etwas weniger Schlimmes als den Antisemitismus hinzustellen.
Aus diesen Stimmen ist schon ersichtlich, daß trotz der Anerkennung der Phrase von der Gleichheit aller Menschen vielfach ein gesundes Nationalgefühl sich gegen die mosaischen „Brüder“ bemerkbar machte. Tatsächlich traten einige deutsche Maurer auf, wiesen auf die Unsittlichkeiten des Talmuds hin, betonten die Notwendigkeit einer christlichen Orientierung. Auf verschiedenen Maurerkongressen wurde die Judenfrage behandelt, die Großlogen von Paris, London, Neuyork, in denen Isreal schon gut eingenistet war, traten unentwegt für das „auserwählte Volk“ ein, bis schließlich die Judengegner Schritt für Schritt wichen. Um 1850 gaben auch die preußischen Logen nach. Und als 1899 in der Großloge Royal York zu Berlin noch einmal der Versuch gemacht wurde, das „christliche Prinzip“ wieder einzuführen, wurde dieser Vorschlag mit 67 gegen 2 Stimmen abgewiesen.
Br. Findel, der bekannte Verfasser einer Geschichte der Freimaurerei, sprach 1861 von der „sogenannten Judenfrage“, sah alle antijüdisch angehauchten Männer als „Aftermaurer“ an und predigte unentwegt die Gleichberechtigung. Br. Findel war aber ein ehrlicher Mann. Vierzig Jahre hatte es bedurft, um ihn an seiner Maurerweisheit irre zu machen. Schließlich bekehrten ihn seine schlimmen Erfahrungen, sein Studium des Judentums aber doch. Und 1901 sprach er: „Es handelt sich weniger um einen Kampf für das Humanitätsprinzip, als vielmehr um einen Kampf für die Interessen und die Machtstellung des Judentums.“ Damit hatte er allerdings den Nagel auf den Kopf getroffen, besonders, wenn er hinzufügte, daß „das Judentum, wenn auch versteckt und schlau verdeckt, bereits die herrschende Macht in manchen Großlogen Europas“ geworden sei.
Aber diese verspätete Einsicht, die sich außerdem doch nicht zur Forderung des nationalen Ausschlusses aufschwang, half nichts mehr. Im selben Jahr erschien die Freimaurerbibel für Deutschland in neuer Auflage, das „Allgemeine Handbuch der Freimaurerei“, wo ausdrücklich bedauert wird, daß der böse Antisemitismus den „Vernichtungsprozeß zwischen Christen und Juden verlangsamt“ habe (I, 516) und wo die Verfasser feststellen: „Es ist allgemein anerkannt, daß ein Antisemit nicht Freimaurer sein kann“ (I, 44). Man beachte die Fassung dieses unglaublichen Spruches. Alle Anschauungen dürfen im Freimaurertum Geltung haben: Orientalen, Neger, Mulatten sind „Brüder“, nur nicht der Antisemit! Dieser bildet eine derart verabscheuungswürdige Menschenklasse, daß sogar der allermenschlichste Freimaurerbund sich vor dieser „Kulturschande“ freizuhalten hat. Daß damit aber alle Großen aller Völker in diese Menschengruppe rücken, kümmert diese Sturmböcke des Judentums wenig.
Die Judenfrage in der Vergangenheit des „deutschen“ Maurertums ist einer der traurigsten Abschnitte der Ausartungen deutscher Würdelosigkeit. Man irrt sich aber sehr, wenn man glaubt, es sei wenigstens in der Zeit der heutigen deutschen Not ein wirklich nationaler Funke in der deutschen Freimaurerei lebendig geworden. Im Gegenteil, jämmerlicher ist es geworden, denn zur grundsätzlichen Undeutschheit hat sich ein ganz übles, verschwommenes „deutsches“ Pathos gesellt, das über die germanenfeindlichen Grundsätze der heutigen Freimaurerei hinwegtäuschen möchte.
III.
In München lebt der bekannte Freimaurer August Horneffer. In seinem Werk „Der Bund der Freimaurer“ schrieb er 1913, es sei eine „generelle Zurückweisung des vielgeprüften Volkes (der Juden) unbedingt verwerflich und den maurerischen Grundsätzen zuwider“ (S. 94). Hier haben wir die bezeichnende Ausdrucksweise der „deutschen“ Anschauungen unserer Freimaurer. Solch ein angeblicher Freigeist und Fortschrittsfanatiker schwört auf den „maurerischen Grundsatz“ der völligen Menschengleichheit, der grenzenlosen Duldsamkeit, der Brüderlichkeit mit Mestizen, Juden und Niggern. Ob das Deutschtum, das deutsche Volk von irgendeinem anderen zugrunde gerichtet wird, kümmert diese Prediger der Humanität wenig. Ihr Deutschtum hört immer dort auf, wo es auf andere „Ideale“ stößt.
Nie ist die Judenfrage in ihrer ganzen Größe greifbarer für jeden Unbefangenen gewesen als heute, nie hat das Judentum seiner Anmaßung so freien Lauf gelassen wie jetzt. Keine Frage läßt sich behandeln, kein Gebiet deutschen Lebens kann man betreten, ohne auf den jüdischen, deutschfeindlichen Einfluß zu stoßen. Wer sich dagegen wehrt, ist ein Feind unserer Freimaurer.
Dagegen hat man für den jüdischen Chauvinismus die größte Vorliebe. - Wenn irgendwo ein überspannter Nationalismus zutage tritt, so in den zionistischen Blättern. Die „deutschen“ Zionisten preisen auf allen ihren Tagungen England als ihren Freund und Beschützer, sie „verbitten“ es sich, daß man ihnen, obgleich sie deutsche Staatsbürger sind, zumute, auch an deutsche Belange zu denken, sie schicken mit ihren englischen Freunden Danktelegramme an Lloyd George nach Spa, gerade um die Zeit, als er Deutschland dort den Kohlenvertrag diktierte usw. Und angesichts dieser ungeheuerlichen Tatsachen schreibt derselbe Herr Horneffer an einen Zionisten: „Sie haben ganz recht, wenn sie die Verträglichkeit der zionistischen Bewegung mit den freimaurerischen Idealen behaupten ... Ich verfolge mit größtem Anteil das zionistische Unternehmen, habe schon meine Bewunderung für den reinen Idealismus der Führer ausgesprochen“ („Der unsichtbare Tempel“, Juni 1920). Für Deutschland hofft der brave Freimaurer auf einen „Ausgleich zwischen dem Nationalismus und Kosmopolitismus“ und meint angesichts der stärker werdenden Woge des deutschen Volksgefühls: „Wir wissen nicht, ob wir uns dessen freuen oder ob wir trauern sollen. Neue Prüfungen kündet uns dieses Morgenrot.“ Bei den Juden verfolgt er die frechsten Anmaßungen mit „größtem Anteil“ und „Bewunderung“!
Ich habe den Münchner Bruder herausgegriffen, weil er ein bezeichnendes Beispiel für die Geistesverfassung des deutschen Maurertums auch in der heutigen Zeit unseres Kampfes um unser Daseinsrecht und unser Volkstum abgibt. Die anderen führenden Brüder denken aber ebenso. Da ist z.B. der Vorsitzende des „Vereins deutscher Freimaurer“, Dietrich Bischoff. Dieser hat eine Schrift gegen den Antisemitismus verfaßt, und der Verein preist sie in einem Flugblatt an alle Brüder (September 1920) wärmstens an und fordert alle auf, das Werk an Richter, Politiker, Lehrer usw. kostenlos zu übersenden. Zugleich tritt Bischoff als öffentlicher Redner gegen Dr. Wichtl auf und verteidigt nicht nur die Juden, sondern auch die Ententelogen, die - laut seinen Worten - unschuldig an der Politik der Alliierten seien. Und dies geschieht, obgleich selbst Freimaurern die Augen übergegangen sind: Wilheln Ohr, Karl Heise, Müffelmann, Freymann u. a.!
Es kommt aber noch besser. - Die „freimaurerischen Grundsätze“ anerkennen keine Vereinigungen, die ausschließlich nur Volksgenossen aufnehmen. Deutsche Bünde, die Juden ausschließen, sind ihnen Beispiele von „mittelalterlicher Beschränktheit“; wie das „Allgemeine Handbuch der Freimaurerei“ sagt: „Ein Antisemit kann nicht Freimaurer sein“. Nun gibt es aber rein jüdische Bünde, die nicht nur in Deutschland, sondern über die ganze Welt zerstreut und einheitlich organisiert sind. Bekanntlich unter ihnen ist der 450 Logen zählende B'nai-B'rith-Orden. Und dieser rein jüdische Verband (auf antimaurerischem Prinzip beruhend) wird heute von unseren Freimaurern in den Himmel gehoben, und der Bruder Schwabe, Sekretär des „Vereins deutscher Freimaurer“, spricht in einem meterlangen Aufsatz, in dem er selbst zugibt, von der inneren Organisation des Judenbundes wenig zu wissen, „über den Weltmissionsgedanken des Ordens in Deutschland“!
Die Angriffe also, die sich aus völkischem Lager gegen die Freimaurer in Deutschland erheben, sind mehr als gerechtfertigt. Man stellt nur eine Tatsache fest, wenn man sagt, die 65 000 deutschen Maurer und ihr ganzer Anhang hätten alles von ihnen Abhängende getan, um eine Stimmung nationaler Würdelosigkeit verbreiten zu helfen, die sich heute zu stickiger Muffigkeit verdichtet hat.
Und sinnbildlich für diesen geistigen Zustand ist für mich ein Bild des im selben Verlage wie die „Frankfurter Zeitung“ erscheinenden „Illustrierten Blattes“ geworden (1920, Nr. 45). Hier ist die Photographie eines Paares auf einem in Niederschöneweide bei Berlin gegründeten Grundstein eines „überkonfessionellen“ Hauses stehend, zu sehen: ein Freimaurer im Schurz mit Kelle und Hammer und ein bannerschwingender Jude daneben. Unter dem Bilde steht zu lesen, der „Bund der Überkonfessionellen“ beabsichtige, solche Häuser in der ganzen Welt zu bauen und sich einen Stab von Schriftleitern zu halten, der seine Ideen in der ganzen Welt verbreiten solle.
Das Freimaurertum, verbündet mit dem Judentum, gegen das Christentum und das Deutschtum, das ist der Sinn des Bildes, und das ist auch der eigentliche Sinn der Freimaurerei im Deutschen Reich.
Quellen
- Völkischer Beobachter, 20. März und 17. April 1921.
- Blut und Ehre III, S. 20-29.
Anmerkungen
Im Original gesperrt gedruckte Abschnitte sind hier kursiv wiedergegeben. Ergänzungen in eckigen Klammern.